

Radziwill, Franz
Zeichner, Maler und Radierer, * 6.2.1895 in Strohausen, gest. 12.8.1983 in Wilhelmshaven
1909-1911 Maurerlehre in Bremen, 1913-1915 Studium der Architektur an der Höheren Technischen Staatslehranstalt in Bremen. 1913-1914 Besuch von Abendkursen an der Kunstgewerbeschule in Bremen. Bekanntschaft mit Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. 1915-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1919 Wiederaufnahme des Studiums an der Kunstgewerbeschule Bremen, erste Holzschnitte. Erste Ausstellungsbeteiligung in Hamburg. 1920-1923 Aufenthalt in Berlin, dort Bekanntschaft mit Otto Dix, George Grosz und Rudolf Schlichter. Mitglied der „Freien Sezession“ und der „Novembergruppe“. 1921 Übersiedlung nach Dangast. 1925 erste Einzelausstellung in Oldenburg, 1927 Ausstellung bei Paul Cassirer in Berlin. 1927-1928 Studienaufenthalt in Dresden, Arbeit im Atelier von Otto Dix. 1929 Teilnahme an der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ in Amsterdam. 1930-1933 Aufenthalt in Holland. 1933 Eintritt in die NSDAP. Professur an der Kunstakademie in Düsseldorf. 1935 Ausschluß aus der NSDAP, Entlassung aus der Akademie und Ausstellungsverbot, 1937 eine Reihe von Werken werden als „entartet“ beschlag-nahmt. 1936-1939 Aufenthalte in Afrika, Südamerika und Westindien als Gast der Kriegsmarine. 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsarbeitsdienst. Rückkehr nach Dangast. 1963/64 Rompreis der Deutschen Akademie, Studienjahr in der Villa Massimo, Rom. Ein Augenleiden verschlimmert sich immer mehr, Aufgabe der Malerei in den 70er Jahren. Ehrung durch Staatliche Kunsthalle Berlin: 1982 umfangreiche Retrospektive. 1983 stirbt Radziwill in Wilhelmshaven.

